Mehr Boardinghäuser für den Main-Kinzig-Kreis

Wirtschaftsinitiative warnt vor Gefahren des Personalmangels

Immer wieder wird der Fachkräftemangel thematisiert – dabei fehlt es nicht nur an hochqualifizierten Arbeitern, sondern generell an Personal in der Region. Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig (WI) fordert deshalb mehr Boardinghäuser und Mitarbeiterwohnungen in der Region.

„Wir haben im Main-Kinzig-Kreis nicht nur einen Fachkräftemangel“, sagt Axel Ebbecke, Vorstand der WI: „Uns fehlt auch das Personal für einfache Dienstleistungstätigkeiten.“ Das habe massive Folgen, die sich immer deutlicher abzeichneten. „Die Umsatzentwicklungen der Unternehmen hängen mittlerweile nicht mehr von den Investitionen ab, sondern von der Manpower.“ Wenn laufende Aufträge nicht abgearbeitet werden könnten, dann sei das gleich in doppelter Hinsicht problematisch: „Die aktuellen Kunden sind unzufrieden, und neue Kunden können nicht an Land gezogen werden“, sagt Ebbecke.

Dabei gebe es Lösungen: „Wir müssen Arbeitskräfte in die Region locken – ganz gleich ob sie aus einem anderen Bundesland oder aus der EU kommen.“ Doch das gehe nur, wenn man diese auch in der Nähe des Arbeitsplatzes unterbringen könne – eventuell sogar mit der gesamten Familie, erklärt der WI-Vorstand.

Um das zu ermöglichen, seien Boardinghäuser oder Mitarbeiterwohnungen ein zentraler Schlüssel für den Erfolg. Ebbecke: „Die Bedeutung solcher Unterbringungsmöglichkeiten steigt und steigt.“ Es könne ein riesiger Vorteil für die Main-Kinzig-Region sein, „hier eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so Ebbecke. Der WI-Vorstand kann auf Erfahrungen in Siegen verweisen, wo sein Unternehmen Ebbecke Verfahrenstechnik mittlerweile mehr als 250 möblierte Zimmer eingerichtet hat und diese an externe Firmen vermietet. „Ein solches Angebot fehlt uns hier!“

Eine Unterbringung der Mitarbeitenden bedeute natürlich zusätzliche Kosten für die Unternehmen. Aber es lohne sich: „Eine gute Unterkunft sorgt für Zufriedenheit bei den Mitarbeitern und damit für Kontinuität im Mitarbeiterstamm.“ Das wirke sich selbstredend positiv auf Umsätze und Ertragssituation aus. Ebbecke abschließend: „Die Betriebe sind offen für solche Lösungen. Wir müssen jetzt die Politik, aber auch die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren.“ Die Wirtschaftsinitiative werde deshalb intensiv die Gespräche mit allen Beteiligten suchen.

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Kinzig.News

Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig als Experte zu Gast auf Hessens erster Robotics Week in Gelnhausen

Den Mittelstand fit für die Zukunft machen

Ein voller Erfolg- Hessens erste Robotics Week im makeIT Gelnhausen. Initiiert von Christian Romeis, romeis Information Engineering GmbH, Leiter der Kommission Schule und Bildung/ New Work. Die Robotics Week fand vom 06. bis 08. September 2021 statt. Unternehmer aus dem Main-Kinzig-Kreis hatten hier die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen und Robotik hautnah zu erleben.

Es waren weltweit führende Hersteller sowie lokale Firmen vor Ort, die ihre Roboterarme, Greifer und Bildverarbeitungsmodule vorstellten und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung standen. Die Veranstaltung startete am Montag, 06.09.2021 um 19 Uhr mit einem Expertentalk zum Thema „Wie bekommen wir unseren Mittelstand fit für die Zukunft?“ Daran nahm auch die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig durch die Geschäftsführerin Kerstin Cieslik-Pfeifer teil.  Die Übertragung erfolgte live aus der Konzerthalle Bad Orb.

Hier finden Sie das vollständige Video zum Expertentalk auf YouTube.

Robotik erhält Einzug in den unterschiedlichsten Bereichen der Arbeits- und Produktionswelt. Von der Automatisierung der Prozesse über Qualitätskontrollen und Optimierung der Fertigung – die bisher ungenutzten Potenziale der Robotik sind vor allem im Mittelstand noch extrem.

Mitglied Jörn Rohde und die Gründung der U3 Kita ViKo Kids in Hanau

„Unsere Kita ist so konzipiert, wie
wir sie uns für unsere Kinder gewünscht hätten“

Natasha Rohde und Jörn Rohde, der ROHDE Schutzgasöfen GmbH, eröffnen voraussichtlich im September ihre selbst gegründete U3 Kita ViKo Kids. Diese Kita hat den Vorteil, dass sie allen Hanauer Kindern, die eine Ganztagsbetreuung benötigen, zur Verfügung steht.

Natasha Rohde und Jörn Rohde haben die Kita aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen als selbständige Eltern zweier Kinder gegründet. Die Eltern hatten bereits im Jahr 2019 einen Versuch unternommen, eine Betriebskita in den Räumlichkeiten ihres Unternehmens in der ROHDE Schutzgasöfen GmbH in Hanau zu gründen. Leider ist dies damals an den Vorgaben gescheitert, dass in einem Gewerbemischgebiet keine Kita gegründet werden darf.

Jörn und Natasha Rohde haben dann begonnen, geeignete Räumlichkeiten zu suchen und haben im Mai diesen Jahres endlich ein Haus im Musikerviertel gefunden. Danach ging alles recht schnell, sie haben das Haus gekauft, einen gemeinnützigen Träger – die Rohde-Kids gUG gegründet, das Erzieher/-innen-Team rekrutiert und den Kita-gerechneten Umbau des Hauses begonnen. Nun werden sie  voraussichtlich im September die U3 Kita ViKo Kids in der Richard-Wagner-Straße in Hanau eröffnen. Benannt ist die Kita nach ihren beiden Söhnen Vincent und Konstantin. Bei dieser Kita handelt es sich nicht um eine Betriebskita – Konstantin ist nun mittlerweile auch im Kindergarten – sondern die 12 – 14 Plätze stehen allen Hanauer Kindern zur Verfügung, die eine Ganztagsbetreuung benötigen. Die U3 Kita ViKo Kids ist täglich von 7:00 Uhr – 17:00 Uhr geöffnet. „Wir wollen als Familienunternehmen einen Beitrag dazu leisten, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Der gemeinnützige freie Träger Rohde-Kids gUG wurde von uns gegründet, damit berufstätige Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder ganztags betreuen zu lassen“, so die Familie Rohde. Die Kita bietet ausschließlich die Ganztagsbetreuung von 42,5 oder 50 h Stunden an und das Alter der Kinder, die betreut werden, beträgt 1 – 3 Jahre. Das Hauptkriterium für die Aufnahme bei den ViKo Kids ist die Berufstätigkeit beider Elternteile.

„Unsere Kita ist so konzipiert, wie wir sie uns für unsere Kinder gewünscht hätten“, erläutern die Eltern. Das Konzept ist ganzheitlich und beinhaltet Bewegung, musikalische Frühförderung, erster spielerischer Kontakt mit der englischen Sprache und gesunde Ernährung in Bio-Qualität. Natasha Rohde erklärt: „Die Kinder werden hier nicht nur liebevoll betreut, sondern gleichzeitig gefördert. Der Besuch von Kleinkindkursen (Musikschule, Turnen, englische Frühförderung) am Nachmittag ist dabei bereits in das Konzept integriert.“ Die Kita entsteht in einem Haus mit Garten. Das Erzieher/innenteam beginnt Anfang September mit der Team-Bildung und sie werden ab Mitte September sukzessive die Kinder voraussichtlich bis Ende des Jahres eingewöhnen.

Auch der Hanauer Anzeiger hat über die U3-Kita berichtet:

Hanauer Anzeiger

Zweite Gesprächsrunde: Digitalisierung – mehr als nur Breitbandausbau

Unternehmer und Politiker trafen sich auf Einladung von Wirtschaftsinitiative und BVMW

zweiten Gesprächsrunde

Unter der Überschrift „Politik braucht Wirtschaft“ haben der BVMW Main-Kinzig und die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig im März eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde Politik-Wirtschaft gestartet. Das Ziel dieser Gesprächsrunden ist es, wichtige Impulse aus der Wirtschaft und deren Bedarf an Rahmenbedingungen in die Politik zu tragen und andererseits den Unternehmern zu helfen,  Entscheidungsprozesse in der Politik besser zu verstehen.

In der zweiten Gesprächsrunde mit dem speziellen Thema „Digitalisierung ist mehr als nur Breitbandausbau“ nahmen auf Politik-Seite der Landtagsabgeordnete Max Schad (CDU) und die Bundestagskandidaten Lennard Oehl (SPD), Henrik Statz (FDP) und Knut Kiesel (Bündnis 90/Die Grünen) teil. Die Verwaltung des Main-Kinzig-Kreises wurde durch den Leiter der Wirtschaftsförderung Walter Dressbach vertreten. Auf Unternehmerseite waren vertreten Christian Romeis als Gastgeber und Betreiber des MakeIT makerspace für Zukunftstechnologie in Gelnhausen,  Tobias Watzal und Lukas Kulemeier (beide Designomo GmbH), und Andreas Janka (MP-Group Hanau).Die Gesprächsrunde wurde moderiert von Michael Graf, Kreisgeschäftsführer des BVMW und Kerstin Cieslik-Pfeifer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative.

Die gemeinsame Diskussion über die Definition von Digitalisierung hat gezeigt, dass hier zum Teil höchst unterschiedliche Ansätze herrschen, in wesentlichen Punkten jedoch Einigkeit zwischen Wirtschaft und Politik herrscht. So sind sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass Digitalisierung die Menschen mitnehmen muss und daher die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen im Einklang mit dem Verständnis und der Bereitschaft der Menschen zur Annahme erfolgen muss. Wie wichtig Digitalisierung aber gerade im Bereich der Produktions- und Prozessoptimierung ist, sehen wir an der Tatsache, dass beinahe 20 Tausend Fachkräfte aus den geburtenstarken Jahrgängen in den nächsten 7-10 Jahren in den Ruhestand gehen, bei weitem aber nicht so viel Fachkräfte aus den nachfolgenden Jahrgängen nachrücken. Um unser Produktions- und Wertschöpfungsniveau halten zu können, müssen viele Arbeitsplätze durch die Digitalisierung ausgeglichen werden.

Ein wichtiges Ergebnis dieser Gesprächsrunde ist die Absicht, in Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und IHK die Ausbildungsinhalte der zukunftsweisenden Digitalisierungsberufe praxisnah zu aktualisieren und gegebenenfalls eine überbetriebliche Zusatzausbildung zu organisieren. Insgesamt sehen alle Teilnehmer in dieser und künftigen Gesprächsrunden ein überaus wertvolles Instrument für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und einen notwendigen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft.

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Kinzig.News

Vorsprung Online 

„Der Umbruch ist massiv, die Chancen aber auch“

Wirtschaftsinitiative: Trend zu Klimaneutralität sorgt für gravierende Veränderungen

Die Klimapolitik beschäftigt die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig (WI). Sie sieht Gefahren, aber auch viele Chancen für die Betriebe im Main-Kinzig-Kreis. Die WI fordert die regionalen Unternehmerinnen und Unternehmer daher auf, sich aktiv an der Debatte zu beteiligen, bevor es zu spät ist.

„Gerade in Anbetracht der aktuellen Katastrophenlage in Deutschland ist es wichtig, dass wir uns intensiv mit den Themen Klimaschutz und Klimaneutralität auseinandersetzen“, betont Axel Ebbecke, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative. Experten gehen davon aus, dass sich solche Hochwasser-Dramen in Zukunft deutlich häufiger zeigen könnten. Klar sei aber auch: „Das bringt auch für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer gravierende Veränderungen mit sich.“ Produkte und Verfahren müssten beispielsweise umgestellt und an die neuen Anforderungen angepasst werden.

Dass das für die regionalen Betriebe nicht unbedingt schlecht sein muss, da seien sich alle Mitglieder der Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig einig, sagt Ebbecke: „Es gibt viele Chancen: Man kann neue Produkte entwickeln und neue Geschäftsfelder erschließen.“ Denn Klimaschutz sei einerseits notwendig, andererseits aber auch ein ganz großer gesellschaftlicher Trend. Ebbecke: „Der zu erwartende Umbruch hin zu mehr Ökologie und Nachhaltigkeit ist aus unserer Sicht massiv. Dem können und dürfen sich die regionalen Unternehmen nicht verschließen.“

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig agiere ausdrücklich unpolitisch, „dennoch müssen wir uns mit den wirtschaftlichen Auswirkungen sämtlicher Programme beschäftigen“, sagt Ebbecke. Denn die Parteien gingen unterschiedlich mit den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz um. Bei den Grünen sieht das Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative die größten Veränderungen: „Die Verbannung von Lkws aus den Innenstädten, die Erhöhung von insgesamt sechs relevanten Steuern sowie eine verstärkte Beteiligung des Staates an wesentlichen Unternehmen und Unternehmensbereichen bedeuten massive Einschnitte in die Freiheit unserer regionalen Wirtschaftsbetriebe.“

Andererseits zeige auch die schwarz-grüne Koalition in Hessen, dass mehr Klimaschutz zwar negative Effekte wie verkomplizierte Genehmigungsverfahren mit sich bringe, dennoch erfolgreich sein kann. Es sei also immer auch eine Frage der Herangehensweise. Das Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative sagt abschließend: „Die Klimawende ist natürlich ein riesiger Kostenfaktor, sie kann aber auch großer Ertragsbringer sein. Genau dafür möchten wir die Betriebe sensibilisieren und sie dazu einladen, sich aktiv für ihre Belange einzusetzen, bevor es zu spät ist. Denn schließlich gibt es unsere Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig genau aus diesem Grund.“

Hintergrund:

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig besteht seit 2019. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität und Prosperität der hiesigen Unternehmen sicherzustellen und zu fördern. Die Zahl der Mitglieder liegt mittlerweile bei mehr als 30. Unter wi-main-kinzig.de gibt es weitere Infos zur Initiative.

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Fuldainfo

Kinzig.News

Opera News

Kinzigtal Woche

Vorsprung Online

Aktueller Stand des Breitbandausbaus

Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig im Interview – SAT 1 Regional Magazin am 15.07.2021

Unser Statement zum aktuellen Stand des Breitbandausbaus anlässlich des Gigabit-Gipfels am Beispiel von Mitglied und Vorsitzenden Axel Ebbecke, Ebbecke Verfahrenstechnik AG: „Es herrscht leider oftmals noch eine Diskrepanz zwischen politischem Willen und unternehmerischer Realität.“

Das komplette Interview finden Sie HIER.

3 Fragen, 3 Unternehmen, 3 Antworten – IHK fragt nach

Aktuelle Herausforderungen für den Industriestandort

Die IHK Hanau hat bei der Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig e. V.  nachgefragt. Hier drei Antworten von gestandenen Unternehmern auf drei Fragen, die aktuell viele Industriebetriebe beschäftigen.

HIER WEITERLESEN

Erschienen in der Ausgabe Juli/August 2021 des IHK-Magazins „WIRTSCHAFTSRAUM Hanau-Kinzigtal“.

 

 

“Endlich wieder real“

Arbeitssitzung der Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig

Die Erleichterung war groß. Nach langen Monaten des rein digitalen Treffens konnte die Arbeitssitzung der Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig am 23.06.2021 endlich wieder real stattfinden. Auf der Tagesordnung standen die Vorstellung eines neuen Mitglieds, die Bekanntgabe des Halbjahresprogramms und eine Präsentation der Brüder-Grimm Berufsakademie Hanau.

Die knapp 12 Teilnehmer konnten sich auf der Terrasse der neu eröffneten Wolfsschänke in Wächtersbach endlich wieder persönlich austauschen. Nach der Eröffnung durch den Vorstand und Begrüßung durch den Vorsitzenden Axel Ebbecke stellte sich Neumitglied Artur Kusai, Geschäftsführer der Heinzelmännchen GmbH, vor. In seiner Vorstellung gab er den Teilnehmern einen Überblick über die umfangreichen Angebote der Heinzelmännchen GmbH, die ein Geschäftsbereich des Behindertenwerks Main-Kinzig ist. Zu Gast hatte die Wirtschaftsinitiative außerdem Frau Hubrich und Frau Kausch von der Brüder Grimm Berufsakademie in Hanau. Die Brüder Grimm Berufsakademie bietet als einzige Berufsakademie im Main-Kinzig-Kreis in einem dualen Studium die drei Studiengänge Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement an. Dabei wird in jedem Studiengang neben dem Bachelor ein integrierter Abschluss in einem von 8 Ausbildungsberufen erworben, z.b. beim Bachelor in Innovationsmanagement einen Abschluss als Industriekaufmann*frau oder beim Bachelor in Designmanagement einen Abschluss als Mediengestalter*in.

Im üblichen Update zu den Aktivitäten der Initiative stellte die Geschäftsführerin Kerstin Cieslik-Pfeifer die geplanten Veranstaltungen für das nächste Halbjahresproramm vor. Highlights darunter sind die zweite Gesprächsrunde Politik-Wirtschaft mit dem Thema: „Digitalisierung ist mehr als Breitbandausbau“, die Mitgliederversammlung Mitte September, der zweite Automotive Circle in Kooperation mit dem BVMW und der Wirtschaftsförderung MKK. Als Netzwerkevent ist eine Oldtimer Rallye sowie ein Kamingespräch mit Wisk(e)y-Tasting in der Planung. Der Jahresempfang soll dann Anfang 2022 stattfinden.

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig besteht seit 2019. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität und Prosperität der hiesigen Unternehmen sicherzustellen und zu fördern. Die Zahl der Mitglieder liegt mittlerweile bei mehr als 30. Unter wi-main-kinzig.de gibt es weitere Infos zur Initiative.

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Vorsprung Online 

Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig: Leistung lohnt sich nicht mehr

„Wir müssen alle an einem Strang ziehen“

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig (WI) sieht die Unternehmer vor der großen Herausforderung, ihre Angestellten nach der Pandemie wieder zurück an den Arbeitsplatz zu bekommen und junge Menschen für das Angestelltenverhältnis zu begeistern. Das große Problem: Leistung lohne sich nicht mehr. Deshalb plant die WI eine politische Gesprächsrunde zum Thema Soziale Hängematte“.

Im Laufe der Pandemie habe sich das Image des Unternehmertums gerade bei der jüngeren Generation verschlechtert, stellen die Mitglieder der WI fest. Vorstandsmitglied Axel Ebbecke sagt: „Mit Sorge betrachten wir mittelständische Unternehmer, wie sich die Einstellung vieler junger Leute während der Pandemie entwickelt.“ Die Gründe dafür lägen auch in der von der Politik geförderten „sozialen Hängematte“, in die sich junge Menschen gerne legten.

Die WI macht den Wandel an den folgenden Parametern fest: Trotz hoher Arbeitslosigkeit gerade bei jungen Menschen fänden Restaurants kein Personal, Produktionsbetriebe keine Arbeiter und Dienstleister keine interessierten Angestellten. Ebbecke: „Mittlerweile müssen Unternehmen sogar Schichten ausfallen lassen, werden gleichzeitig aber von Behörden und öffentlichen Trägern noch stärker in die Pflicht genommen.“ Das passe nicht zusammen.

Die Kritik berücksichtigt dabei veränderte Prioritäten wie eine ausgewogene Work-Life-Balance und zielt vor allem in Richtung Politik. Oftmals sei es nämlich so, dass sich Leistung nicht mehr lohne. Deshalb müssten zwingend die Rahmenbedingungen geändert werden, „damit der Mittelstand wieder die Rolle einnimmt, die er in der Gesellschaft verdient“, sagt Ebbecke im Namen der Wirtschaftsinitiative.

Das Vorstandsmitglied gibt zu bedenken: „Bei einer Besteuerung der Leistungsträger – und damit meinen wir Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen – von kumuliert 70 Prozent, macht es manchen auch einfach keinen Spaß mehr zu arbeiten.“ Und das sei sogar nachvollziehbar. Die Frage laute deshalb, so Ebbecke: „Wie können wir nach Corona wieder zu einem positiven und wirtschaftlichen Umgang miteinander zurückfinden?“

Die Initiative möchte dafür eine politische Gesprächsrunde starten, der Titel: „Soziale Hängematte“. Teilnehmen sollen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Vertreter von Landes- und Bundespolitik. Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer sind eingeladen, sich per Mail an Kerstin Cieslik-Pfeifer unter cieslik@wi-main-kinzig.de zu wenden. Axel Ebbecke sagt abschließend: „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und in dieselbe Richtung schauen – sonst können wir die künftigen Herausforderungen nicht bewältigen.“ Die Gesprächsrunde soll für dieses Unterfangen in der Main-Kinzig-Region die Basis bilden.

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig besteht seit 2019. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität und Prosperität der hiesigen Unternehmen sicherzustellen und zu fördern. Die Zahl der Mitglieder liegt mittlerweile bei mehr als 30. Neuestes Mitglied: Andreas Plur, Geschäftsführer von KWP. Das Unternehmen stellt Verpackungen für die Pharmaindustrie her. Unter wi-main-kinzig.de gibt es weitere Infos zur Initiative.

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Erster Automotive Circle von WI mit intensiver Debatte 

„Wir wollen ein von Synergien erfülltes Netzwerk etablieren“

Es war die gewünschte ehrliche Diskussion: Beim ersten Automotive Circle diskutierten namhafte regionale Unternehmer aus der Automotive-Branche über die Herausforderungen der Zukunft, die langsam aber sicher zur Gegenwart werden.

Der Circle wurde von der Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig (WI) in Kooperation mit dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Wirtschaftsförderung des Main-Kinzig-Kreises veranstaltet. Kerstin Cieslik-Pfeifer, Geschäftsführerin der WI, und Michael Graf, Kreischef des BVMW, moderierten.

Die Bedeutung der Branche für die Region machte Graf gleich zu Beginn klar: „Gut zehn Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Automotive-Bereich.“ Wenn dieser Bereich eine Erkältung habe, „dann hat unsere Region eine schwere Grippe“, sagte Cieslik-Pfeifer. Marc-René Färber vom Beratungsunternehmens Struktur-Management-Partner lieferte zum Einstieg aktuelle Zahlen und Trendanalysen der Branche.

Teilnehmer am Forum waren unter anderem: Walter Dreßbach, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises, Thiemo Fojkar aus dem Bundesvorstand des BVMW, Holger Göbel von maxworx, Wilma Koolen-Hermkens von De Beer Breidenbach, Stefan Nodewald von der Commerzbank, Bernd Schuchhardt von Dunlop Tech, Bernhard Wolf von der WOCO-Group, Karl Wolf vom LKS Kronenberger Metallveredelungswerk und Garvin Ruppel von Paul & Co. Das Unternehmen KDK Automotive war gleich mehrfach mit dem obersten Führungsstab vertreten.

Der Tenor der Veranstaltung: Die Branche benötigt mehr lokale Wertschöpfung, eine CO2-neutrale Produktion und muss neue Geschäftsbereiche entwickeln. Bernhard Wolf befürchtet: „Von derzeit circa 800.000 Arbeitsplätzen in der Automotive-Branche dürften 300.000 überflüssig werden.“ Er berief sich dabei auf eine gemeinsame Studie von VDA (Verband der Automobilindustrie) und ifo-Institut. Für diese Angestellten müssten zwingend neue Geschäfts- und Arbeitsbereiche gefunden werden, „natürlich über entsprechende Weiterbildungen oder Umschulungen“.

Ins gleiche Horn blies Wirtschaftsförderer Walter Dreßbach: „Der Technologiewandel sorgt dafür, dass die Anzahl der Teile in einem Fahrzeug immer weiter abnimmt. Das setzt zwangsläufig Mitarbeiter frei.“ Der im Juni in Bad Soden-Salmünster stattfindende E-Mobilitätskongress „emokon“ widme sich genau diesen Themen, sagte Dreßbach.

Einen großen Einfluss auf die Zukunft der Branche dürfte auch die Veränderung des Mobilitätsverhaltens der Menschen haben, Stichworte seien hier „autonomes Fahren“ und „Digitalisierung“, betonte Holger Göbel von maxworx.

Insgesamt also „eine Riesenaufgabe“, wie Thiemo Fojkar vom BVMW-Bundesvorstand betonte. Er arbeite derzeit mit einigen Partnern an On|Pat, einem Netzwerk für automotive Transformation, über das das Bundeswirtschaftsministerium immense Fördermittel für kleine und mittlere Automotive-Unternehmen bereitstelle.

Der Automotive Circle fand übrigens hybrid statt: Die Moderatoren und zwei Gäste saßen im Gründer- und Businesszentrum Kinzig Valley 2 in Wächtersbach, das die Veranstalter zu einem Sonderpreis zur Verfügung gestellt bekamen. Der Rest war zugeschaltet. Um die technisch einwandfreie Umsetzung kümmerte sich Gandayo aus Steinau.

Wilma Koolen-Hermkens von De Beer Breidenbach brachte es am Ende auf den Punkt: „Die Automotive-Branche ist immer noch sexy, dynamisch und innovativ – aber auch herausfordernd.“ Eine intensive Zusammenarbeit der regionalen Automotive-Unternehmen sei deshalb sehr wünschenswert. Kerstin Cieslik-Pfeifer hielt abschließend fest: „Der Bedarf nach Vernetzung und Austausch ist zweifelsohne da.“ Klar sei deshalb schon jetzt: „Es werden weitere Automotive Circles folgen. Wir wollen ein wichtiges und von Synergien erfülltes Netzwerk etablieren.“

Die Wirtschaftsinitiative Mittelstand Main-Kinzig besteht seit 2019. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Stabilität und Prosperität der hiesigen Unternehmen sicherzustellen und zu fördern. Die Zahl der Mitglieder liegt mittlerweile bei mehr als 30. Unter wi-main-kinzig.de gibt es weitere Infos zur Initiative, unter emokon-mkk.de findet sich Näheres zum anstehenden E-Mobilitätskongress in Bad Soden-Salmünster.

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